- Darmstädter Grüne wollen Natur und Wohnqualität in der Heimstättensiedlung zugunsten der ICE-Trasse opfern.
- FDP-Ortsverband Bessungen/Heimstättensiedlung favorisiert die Schnellanbindung des Hauptbahnhofs an den Frankfurter Flughafen.

„Geben die Darmstädter Grünen mit politischen Machtspielereien ihr ökologisches Gewissen auf?“, fragt sich der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Bessungen/Heimstättensiedlung Dr. Willy Duckheim. „Die Festlegung von Frau Lindscheid auf eine ICE-Vollanbindung Darmstadts über die Raumordnungsvariante III deutet darauf hin, dass sich die Grünen schon längst von ihrem Wählerstamm verabschiedet haben.“ Die Trassenführung entlang der Eschollbrücker Straße zerstört den Darmstädter Westwald um ein Vieles mehr, da schon bei der Konsenstrasse mehr als das Zwanzigfache des Waldes gerodet werden muss als dies bei einem Außenbahnhof im Westen von Darmstadt nötig wäre. (FAZ, 09.07.2009)
Vertrauen der Bürger wiedergewinnen
Nicht nur die Natur, auch die Menschen in der Heimstättensiedlung und die Zukunft der Stadt scheinen die Darmstädter Grünen auf dem Altar der Macht zu opfern. Der FDP-Ortsverband Bessungen/Heimstättensiedlung fordert die Grünen auf, die Bürger der Heimstättensiedlung nicht zu verunsichern, indem politische Ränkespiele auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Duckheim betont: „Frau Lindscheid kann doch nicht ernsthaft erzählen, dass sie zwar gerne vor der Haustür der Menschen in der Heimstättensiedlung ICE-Schienen verlegen möchte, aber sich niemand Sorgen machen brauche, weil dieses Szenario schon nicht eintreffen werde. Wenn so die Politik in Darmstadt das Vertrauen der Bürger zurück gewinnen will, dann kann man keine hohe Meinung von den Wählern haben und disqualifiziert sich von selbst.“
Schnellanbindung an den Frankfurter Flughafen möglich
Der FDP-Ortsverband Bessungen/Heimstättensiedlung hält an seiner Forderung nach einer schnellen und direkten Verbindung zum Frankfurter Flughafen fest. „Laut Aussage der Bahn beträgt die Fahrzeit nicht einmal 20 Minuten. Da am Frankfurter Flughafen ein neuer ICE-Knotenpunkt entsteht, ist auch aus finanziellen Gründen ein Außenbahnhof abzulehnen“, so Duckheim. Darüber hinaus macht die Realisierung der Vollanbindungsvariante III die Konversion der Kelley Barracks in ein Gewebegebiet nahezu unmöglich. Dieses geplante Gewerbegebiet bietet den Anwohnern Chancen für eine positive Entwicklung ihres Stadtteils, vor allem im Bezug auf neue Arbeitsplätze und eine modernere Infrastruktur. „Und 200 Züge an Tag, die an der Siedlung vorbei rauschen, werden von den Bürgern der Heimstättensiedlung ganz sicher nicht als moderne Infrastrukturmaßnahme wahrgenommen – das könnten die Grünen aber wissen, wenn sie auf Ihren Podiumsdiskussionen neben drei Parteivertretern und drei Verkehrsexperten auch Bürgervertreter mitdiskutieren lassen würden“, betont Duckheim.