Etwa 20 Bürger nahmen am 27. Oktober die Gelegenheit wahr, gemeinsam mit Michael Kolmer und dem FDP-Ortsverband Bessungen/Heimstättensiedlung die Kelley Barracks zu besichtigen. Das Angebot folgte aus einem Vortrag zum gleichen Thema Anfang Mai. Dr. Willy Duckheim, Vorsitzender des Ortsverbandes, betont: „Das Ziel der FDP ist es, die Bürger bei der Planung nicht außen vor zu lassen, daher haben wir für Interessierte die Möglichkeit geschaffen, sich aus erster Hand über den neusten Stand der Entwicklung des Gewerbegebiets zu informieren.“
Zu Beginn der Führung gab Kolmer einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung der Kaserne. Die ab 1934 errichtete Leibgarde-Kaserne wurde direkt nach dem 2. Weltkrieg von den amerikanischen Streitkräften übernommen, wobei der damalige Name „Bodyguard-Barracks“ noch Hinweise auf die Vorkriegszeit gibt. Später wurde sie in Kelley Barracks umbenannt und behielt den Namen bis zum Abzug der Amerikaner. Heute ist sie im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Die Doppelkaserne mit dem Nathan-Hale-Depot ist mit über 60 ha Fläche die letzte große Gewerbefläche, die die Stadt noch erschließen kann. Kolmer erläuterte, dass davon rund 40 ha als bebaubare Fläche zu Verfügung stehen, da größere Waldflächen ebenfalls Teil der Kelley Barracks sind. Im Auftrag der Stadt und der BImA wird eine städtebauliche Rahmenplanung erstellt. Diese wird sich unter anderem auch mit dem Biotopbereich der so genannten „Panzerwaschstraße“ sensibel zu befassen haben.